Bafög auch für Meisterschüler
17 Jun 2009
Wer sich nach seiner handwerklichen Berufsausbildung weiterbilden und im Zuge dessen den Meister machen möchte, muss sich im Vorfeld mit dem Thema Finanzierung auseinandersetzen, schließlich belaufen sich die Gebühren für die Meisterschule in der Regel auf mehrere Tausend Euro. Da nur die Wenigsten über entsprechende Ersparnisse verfügen, schrecken viele Weiterbildungs-Interessierte vor der Meisterschule zurück.
Es gibt jedoch die Möglichkeit, Meister-Bafög zu beantragen und so die Meisterschule zu finanzieren. Im Rahmen einer solchen Finanzierung übernimmt der Staat vorerst sämtliche Gebühren, die anfallen, sodass sich Meisterschüler vollkommen auf ihren Lernerfolg konzentrieren können. Nach Ablauf der Karenzzeit, die absolut tilgungsfrei ist, müssen ehemalige Meisterschüler nur rund 70% zurückzahlen, da etwa 30% des gezahlten Bafögs als staatlicher Zuschuss gewährt werden. Darüber hinaus können ambitionierte Handwerker noch ein Viertel des Darlehens sparen, wenn sie alle Teile der Meisterprüfung auf Anhieb bestehen. Wer den Meister in Vollzeit absolvieren möchte, erhält zusätzlich einen Unterhaltszuschuss, der zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten dient.